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Wie alles begann :)

Autor: Salome | Datum: 11 September 2013, 15:04 | Kommentare deaktiviert

Habari za safari? –nzuri sana!! :)

(Wie sind die Neuigkeiten der Reise? Sehr gut  :)

 

Hallo ihr lieben,

meine zweite Woche in Tansania ist angebrochen und ich Sprudel vor neuen Eindrücken und Erfahrungen. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll.

Ich bin ohne Komplikationen in Dar Es Salaam angekommen und habe dort die ersten vier Tage verbracht. Die Stadt ist unbeschreiblich groß, schließlich müssen da auch mehr als 5 Millionen Menschen untergebracht werden. Ohne meine Mentorin Stephanie, die mich sehr herzlich empfangen hat, würde ich mich hoffnungslos verlaufen. Besonders muss man auf seine Füße aufpassen, da die Autofahrer so fahren, wie sie am besten durchpassen. Die Pikipikis (=Mottoradtaxis) rauschen nur Zentimeter an einem vorbei. Doch zu Dar werde ich im laufe des Jahres mehr schreiben.

Am 5ten Tag bin ich dann in Kibaha, einem Vorort von Dar Es Salaam, angekommen. Meine Mädchenschule liegt etwas abseits von der Straße auf einem kleinem Berg(chen). Dort verirrt sich, bis auf die Schüler und die Lehrer, kaum einer hoch. Die Schule besteht aus mehreren Häusern: Die Schlafsäle, Kochplatz, Klassenräume, Lehrerzimmer und Bücherei. Hier sind Bauarbeiten auf hochbetrieb, da die Schule erst seit drei Jahren besteht. (Bin gespannt, ob sie rechtzeitig fertig werden… in 2 Wochen kommen die neuen Schüler ;) )

Empfangen wurde ich sehr freundlich von der Schulleiterin Madame Lilian und dem Lehrerkollegium. Am ersten Tag stand Sport auf dem Stundenplan. Ich durfte sofort mitspielen und habe neue coole spiele kennengelernt und alte wiederentdeck (Plumpssack auf Kiswahili ist so viel cooler :p). Die Mädels sind total facettenreich und es macht Spaß sich mit ihnen zu unterhalten (obwohl sich manch eine nicht traut ;) ). Ich freu mich richtig viele Sachen mit ihnen zu erleben. Die Mädels sind sehr diszipliniert und fleißig. Teilweise stehen sie schon um 4 auf, um vor (!) dem Unterricht zu lernen.

 

Und was mache ich nun? Meine Aufgaben sind noch am wachsen J Morgens messe ich mit Alice, einer Schülerin, die Speisen für den kommenden Tag ab (kein Job für Frühaufsteher, hier beginnt der Tag um ca. 5 Uhr ) und den Vormittag helfe ich in der Bibliothek aus (die wirklich sehr klein und süß ist). Wenn die neuen Schülerinnen in zwei Wochen kommen darf ich Englischeinheiten in Form von spielen, Theater und co anbieten (meine große Aufgabe: die Schülerinnen dazu animieren außerhalb dem Unterricht Englisch zu sprechen… das wird schwer :p) Im Laufe der Zeit darf ich auch künstlerische Projekte anbieten, worauf ich mich sehr freue J

Wohnen tue ich direkt bei den Mädels. Ich habe ein Zimmer für mich alleine (was alles andere als selbstverständlich ist) mit einem kleinen Badezimmer. Das einzige was ich sehr vermisse ist fließendes Wasser.

Ich eine Kirche noch nie sooft betreten wie in diesen 2 ½ Wochen. Morgens und Abends haben die Mädels Gebetsstunden mit viel Gesang und wenig Text (also genau das richtige für mich :p).

Die Gottesdienste Sonntags unterscheiden sich doch ein wenig von den deutschen. Die Kirche ist rappelvoll, die Hälfte muss vor der Kirche sitzen. Das Motto: Laut und lärmend! Die Predigt wird durch boxen übertragen und die Lieder mit einem Keyboard  unterstützt.  Besonders gut gefallen mir die Chöre aller Altersklassen. Nach 2 Stunden, als ich dachte wir wären fertig, kam erst der Hauptprediger auf die Bühne. Dieser philosophiert, predigt (und schreit) dann noch eine Stunde, wovon ich kein Wort verstehe. Anschließend am Gottesdienst werden mitgebrachte gaben versteigert, z.B. Uhren aus Deutschland und Bananen. Dieser Erlös kommt dann dem „Klingelkorb“ zugute.

Nun für alle die meinen ich würde verhungern: Ich werde gut versorgt (vielleicht sogar zu gut) . Ich bekomme 3 warme Mahlzeiten am Tag und eine Teepause, bei der Schwarztee mit Zucker (gefühltes Mischverhältnis liegt bei 1:1) und „scons“ serviert werden. Zum Frühstück kriege ich einem Porridge (nach anfänglichem Misstrauen habe ich mich überraschend schnell daran gewöhnt und freue mich sogar darauf ;)). Mittags und Abends variiert der Speiseplan zwischen Reis, Ugali, Mais, Spinat und Bohnen in großen Mengen (ein „Nimeshiba“ (=ich bin satt“) wird nur belächelt).

Für Abwechslung sorgt Doreen, eine Mädchen in meinem Alter, die die Mädchen nac der Schule beaufsichtigt. Sie hat mich schon mit vielen leckereien, z.B. Süßkartoffeln (voll toll!), Nudeln und Tomatensalat bekocht. Mit ihr verbringe ich viel Zeit, leider wird die sie am Ende des Monats nach Dar ziehen.

Noch ein kleiner Abschnitt zum Thema Sprache. Mir fällt Kiswahili unglaublich schwer, zwar werde ich von allen für meine jetztigen Kenntnisse gelobt (danke an dieser Stelle an Ute und Dieter, ohne euren Sprachkurs wäre ich total aufgeschmissen) aber mir fehlt die Übung. Ich spreche leider so gut wie gar nicht. Die Schüler reden mit mir Englisch (was sie ja auch sollen) und die Lehrer reden mit mir auch Englisch (was doof ist!). Sonst reden sie in einem Tempo, wo ich kein Wort verstehe. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf J

Ich hoffe, ich konnte euch den ersten groben Überblick verschaffen, ich könnte so viel erzählen (Talentshow der Mädchen, Fischsuppe, erster Heiratsantrag, Ausflug mit den Mädels, auf Hühnersuche und und und… ) aber das würde den heutigen Rahmen sprengen ;)

Fragt einfach, wenn etwas unklar geblieben ist :) 

 

Ich wünsche euch allen noch einen wunderschönen Tag J Viele liebe Grüße aus dem sonnendurchfluteten Kibaha.

 

 

 

 

 

 

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